Forschungsprojekte

Optimierung des Gießens von Sphärogusswerkstoffen durch gezielten Einsatz von Speisern unter Einbeziehung der Gieß- und Erstarrungssimulation in Abhängigkeit von der Gefügeausbildung

Kooperationsprojekt zwischen dem Institut für Werkstoffwissenschaft der TU Dresden, der ESI GmbH Eschborn und der Walzengießerei Coswig GmbH

Ziel des Forschungsprojektes ist es, neue Erkenntnisse über die Wirkungsweise des Einsatzes von Speisern beim Gießen von Sphärogusswerkstoffen auf die Formfüllung, Lunkerung und Porosität zu gewinnen und mit Simulationsergebnissen zu vergleichen. Dabei sollen Ergebnisse der klassischen Methode der Speisergrößenberechnung nach der Modulmethode mit den Simulationsberechnungen vom Programm Procast und der realen Gefügeausbildung von Gussstücken verglichen werden. Die Möglichkeit einer treffsicheren Voraussage von Speisergrößen und -positionen mit dem Simulationsprogramm Procast soll die Entwicklungszeit von Bauteilen aus Sphäroguss erheblich verkürzen und zu einer Erhöhung des Ausbringens führen. Weiterhin sollen die Wirkungsweise der Graphitexpansion und die Möglichkeit des speiserlosen Gießens untersucht und die Simulation optimiert werden.

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Finanziert aus Mitteln
der Europäischen Union
und des Freistaates Sachsen.

Untersuchung der technischen Durchführbarkeit zur Herstellung von mehrkomponentigen Stützwalzen für Warmbandwalzwerke

Gegenstand des Vorhabens sind Voruntersuchungen zur Durchführbarkeit einer neuen Technologie zur Herstellung von Stützwalzen als Zweikomponentenwalzen. Stützwalzen dienen im Warmbandwalzwerk der Stabilisierung der Arbeitswalzen. Das bedeutet, dass eine vorhandene gegossene oder geschmiedete Achse mit einem in der Walzengießerei Coswig gegossenen Mantel zusammengefügt wird. Erfahrungen mit einem vergleichbaren Verfahren (Aufschrumpfen von Ringen auf Achsen) wurden in der WGC bei der Herstellung von Universalwalzringen gesammelt, jedoch sind bei der Stützwalze die Abmessungen bedeutend größer.

Als Ergebnis der Untersuchungen sollen folgende Punkte geklärt werden:

  • Auswahl eines dem Anforderungsprofil entsprechenden Werkstoffes. Möglicherweise muss ein vorhandener Werkstoff modifiziert werden, um die geforderten Eigenschaften garantieren zu können.
  • Beurteilung der Durchführbarkeit des Fügungsprozesses bei den gegebenen Abmessungen.
  • Ausarbeitung der notwendigen technischen Voraussetzungen.
  • Beurteilung der Haltbarkeit der Walze durch Analyse der Kräfte, Momente und Spannungen.